Poesie

Gedanken & Inspiration

Andreas Dobler präsentiert Gedichte und Texte, inspiriert von der bayrischen Lebensart und allgemeinen Themen.

Jeder Mensch auf der Erde ist mit den gleichen Themen konfrontiert. Egal, wo man auf diesem Planeten lebt, spielen Liebe, Freundschaft, Geld und Karriere eine Rolle. Genauso sind Sehnsucht, Hass oder auch Ängste ein Teil der menschlichen Grundpfeiler. 

In meinen Gedichten gehe ich sowohl auf diese Kategorien ein, sowie auf Bräuche und andere lyrische Begebenheiten. 

Worte können bewegen, aufmuntern, verletzen und zum Denken anregen. Sie sind ein machtvolles Instrument jedes Menschen, welches mit Bedacht eingesetzt werden sollte.

Die Freundschaft

von Andreas Dobler

Man kann es nicht kaufen,
aber muss es sich leisten können.
Man kann es nicht sehen,
aber stets darauf acht geben.

Man kann es nicht berühren,
aber trotzdem intensiv fühlen.
Man kann es nicht teilen,
aber trotzdem vervielfältigen.

Man kann es nicht schmecken,
aber trotzdem ist es süß.

Der Tag

von Andreas Dobler

Die Welt dreht sich mit oder ohne uns,
egal ob wir reich oder arm sind.

Auch wenn wir den Tag glücklich oder melancholisch verbringen,
geht jeden Tag die Sonne auf und unter.

Bis sich der Mond zeigt, den Tag in die Nacht verwandelt und alles in ein mystisches Licht packt.

Zukunft in Sicht

von Andreas Dobler

Wo ist nur die Zeit geblieben, denkt man sich und schaut zurück
Die Gedanken sind vertrieben und man strahlt sofort vor Glück

Der Blick nach vorne ist gerichtet, genüsslich schaut man hinter sich
Wenn man den Horizont erst sichtet, wartet die Zukunft schon auf dich

Die Mauern waren nur im Kopf, wir tanzen durch das Leben völlig frei
Das Schicksal packt dich nun am Schopf, was früher war ist nun vorbei

Völlig losgelöst von Normen, bist du deiner selbst jetzt Herr
Lässt dich nicht mehr so leicht formen, alles scheint jetzt leicht statt schwer

Deshalb freu dich was noch kommen mag, die Erinnerungen sollen bleiben
Füll das Buch des Lebens jeden Tag, neue Seiten darfst du schreiben

Das Spiel der Liebe

von Andreas Dobler

Ein flüchtiger Blick der einen streift,
wilde Gedanken die man nicht begreift.
Die Neugier die einen heftig packt,
die Gefühle sind noch ganz abstrakt.

Man lernt sich kennen ganz sacht
und geht behutsam vor mit bedacht.
Dem ersten Treffen fiebert man entgegen,
fühlt sich sogar ein bisschen verwegen.

Immer öfter fiebert man es herbei,
die Knie zittern werden Brei.
Es wirkt wie eine Droge oder Sucht,
es gibt kein Entrinnen oder Flucht.

Ständig will man sich umgeben,
mit dem Menschen ewig leben.
Ihm ganz nahe sein für immer,
ob beim kuscheln oder Dinner.

Doch Menschen gewöhnen sich sehr schnell,
manchmal dunkel und manchmal hell.
Die Leichtigkeit ist schnell dahin,
man fragt sich nach dem Grund und Sinn.

Der Alltag spiegelt alles wieder,
einmal hoch und dann auch nieder.
Die Karten werden neu gemischt,
das jeder einen anderen erwischt.

Das Spiel fängt nun von vorne an
und zieht die Menschen in den Bann.

Das Christkind

von Andreas Dobler

Der Baum wird gemeinsam geschmückt,
hoffentlich mit Geschenken reich beglückt.
Die Luft knistert, das Feuer brennt.
Leise wird geflüstert, weil es jeder kennt.

Man kann es nicht sehen und nicht hören.
Wo wird es stehen, bloß nicht stören.
Die Augen leuchten egal ob Groß ob Klein,
bei diesem Anblick erstarrt jeder zu Stein.

Die Magie kann jeden erfassen,
man muss sie nur lassen.

Der Osterhase

von Anonym

Flinke Beine, lange Ohren
so wird jeder Osterhase geboren.

Bewegt sich geschwind und leise,
auf seiner frühlingshaften Reise.

Keiner soll ihn hören oder sehen,
deshalb bleibt er niemals stehen.

Und wenn vollbracht sein österliches Tun,
kann er ein ganzes Jahr lang wieder Ruhen.